9. Juni 2016
Artikel erschienen im GEA:
Zitat:
Ausstellung – In der Tübinger Kulturhalle ist Ralf Ehmanns »Neuordnung der Dinge« zu sehen. Hände und Würfel sind wichtige Motive im Werk des gebürtigen Tübingers
Suche und Sehnsüchte
VON BIRGIT VEY
TÜBINGEN. Zupackende Hände und fallende Würfel sorgen für eine »Neuordnung der Dinge«. Hände und Würfel machen die bestimmenden Elemente in der gleichnamigen Ausstellung in der Tübinger Kulturhalle aus. Ein Werkzyklus aus vier Arbeiten, dazu zählen Drucke, Plastik und Ölbild, trägt zudem diesen Titel – und demonstriert, dass Ralf Ehmann in gleich drei künstlerischen Disziplinen arbeitet. Grafiker, Bildhauer und Maler ist der in Kiebingen wohnende Künstler, der Werke aus den Jahren 2014 bis 2016 präsentiert.
»Es ist das erste Mal, dass es in einer Schau nur um Ralf Ehmann geht«, erklärte Kulturamtsleiterin Dagmar Waizenegger. Eine Einzelausstellung, in der in allen Arbeiten Figuren auftauchen: Vielfach sind es Männer, teils besitzen sie Ähnlichkeiten zum Künstler. Und mit diesen Männern wird deutlich: Die Neuordnung der Dinge schließt das Ordnen, also das Arbeiten ein.
Dichte Atmosphären
Die Bronzeplastik »Die Akteure« und die Marmorplastik »Träger« stehen dafür. »Man hat alle Hände voll zu tun«, umschrieb es die Kunstjournalistin Adrienne Braun in ihrer Einführung. Hände dienen außerdem dem Umsetzen von Ideen, und so zeigt Ehmann diese zusammen mit Stift und Hammer in der Lithografie »Planer«. Daneben blitzen in der Ausstellung Momente des Leisen, Stillen auf. Dafür stehen zwei aneinandergelegte Hände und eine über einer anderen liegende Hand, die Geborgenheit ausstrahlen. Schutz und Halt gebende Hände, solche emotionalen Zustände hält der Künstler auch in grafischen Blättern fest. „